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paris and me (3,4/30)

  • elisaegli
  • 15. Mai 2019
  • 2 Min. Lesezeit

gestern fehlte mir schlicht die zeit für einen post. nach der schule musste ich den polizeiposten aufsuchen (ohne handy und google map versteht sich) um für die versicherung eine anzeige aufzugeben. ich durfte über eine stunde warten. es gab keinen wartesaal. einfach auf einem stuhl zwischen eingang und schalter. leute kamen und gingen, wurden abgeführt in handschellen. ich getraute mich nicht zu bewegen, noch weniger zu fragen, ob sie mich vergessen hätten. schlussendlich kam dann ein netter polizist und befragte mich. er schrieb und schrieb. wenn es mit meinem französisch nicht mehr klappte, versuchte er es mit seinem englisch. komischerweise wurde ich nie nach der beschreibung vom täter gefragt, musste nur schildern, was ich getragen hatte. (das ist kein witz, es steht so im protokoll) zurück im appartement wartete bereits der brief aus der schweiz mit meiner neuen sim karte auf mich. zugegeben, die adresse sieht nicht schlecht aus;)

schon war ich wieder unterwegs mit der metro zum apple store. eine ganze armee von angestellten empfangen die leute am eingang. wie bei starbucks: man gibt seinen namen und sein bedürfnis an und darf dann eine halbe stunde an den tischen mit den iphones, die präsentiert werden wie kunstobjekte, warten und spielen. das einzig schöne am store ist das gebäude und die lage vis-à-vis der opera garnier. als ich dann endlich mein neues iphone gekauft hatte, bat ich die verkäuferin, mir meine neue sim karte einzulegen. sie offerierte mir sogar, mein iphone aufzustarten. wie nett. als sie mich aber nach der apple-id und dem passwort fragte wurde mir ganz heiss. ich schnappte mir mein neues iphone und flüchtete auf die dachterrasse vom printemps, wo ich mir einen völlig überteuerten aperol spritz gönnte. ich genoss die pause. zurück im appartment warteten meine hausaufgaben und ein dreistündiger versuch mein iphone aufzustarten auf mich. heute mittag habe ich es dann endlich mit der hilfe meiner kinder geschafft. enfin de retour en ligne!

die schule fordert mich mehr als gedacht. habe auch den intensiv kurs für die erste woche gewählt. am morgen sind wir eine kleine gruppe. meine mitschüler kommen aus china, korea und japan. alle im alter meiner kinder. sie kommen meistens zu spät und sind erst gegen mittag , wenn die stunde bald vorbei ist, langsam wach. sie essen während des unterrichts und schauen ständig ins handy. ich bin mir nicht sicher ob sie dort wörter zum verständnis nachschauen oder einfach nur surfen. unsere lehrerin isabel ist in meinem alter und ich glaube sie freut sich, dass sie wenigstens eine motivierte schülerin hat. am nachmittag bin ich dann in einer ganz kleinen gruppe, eine mini gruppe sozusagen: le professeur et moi!

überraschenderweise bin ich bis jetzt noch keiner deutsch sprechenden person begegnet und wurde auch noch nie auf englisch angesprochen. meine hirnzellen werden wieder einmal richtig trainiert.

seit montag haben wir strahlendes wetter. doch es windet oft und ich bin froh um meine jacken, die ich mitgeschleppt habe.

à demain, bonne nuit!


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